Ende des Beziehungsdramas
Haben Sie sich einmal gefragt, welche Menschen Sie attraktiv finden? Mit welchen Menschen Sie eine Beziehung eingehen würden?
Es sind immer Energien dafür verantwortlich, die in Ihrem Unterbewusstsein verankert sind und nach Resonanz streben.
Erfolgreiche ziehen Erfolgreiche an, Schwache ziehen Schwache an, Abhängige ziehen Abhängige an usw. Nun, warum ist diese
Erkenntnis so wichtig? Weil sie uns verstehen hilft, warum es so viele unglückliche Beziehungen gibt, die zuerst wie die
Erfüllung aller Sehnsüchte erscheinen und dann doch häufig in einer Trennung enden oder zumindest zu einem Zustand führen,
in dem man nur noch nebeneinander her lebt. Haben Sie das schon einmal beobachtet?
Am Anfang einer Beziehung ist es schwierig, zu unterscheiden, ob es sich um Liebe handelt oder ob wir nur in den Anderen
verliebt sind. Sind wir nur ver-liebt, leben wir in einer Illusion. Wir halten unsere Wunschvorstellung, im Anderen den
Traumpartner gefunden zu haben, für Realität. Was wir eigentlich gefunden haben, ist aber lediglich ein Mensch, der auf der
gleichen Energieebene schwingt wie wir. Also jemand mit ähnlichen Ängsten, ähnlichen Sorgen und den sich daraus ergebenden
ähnlichen Wünschen und Interessen.
Bevor wir ihn kennen gelernt haben, plagte uns die Sehnsucht, also die Suche (Sucht) nach der Erlösung eines häufig lebenslangen
Leidens, z. B. abgelehnt und nicht geliebt zu werden, wertlos, nicht gut genug oder allein zu sein etc. Dieser Partner scheint
uns nun davon zu befreien. Endlich fühlt man sich angenommen, geliebt und wertvoll. Nur das ist eben nur der Schein. Ohne es zu
merken spielen wir ein Spiel. Ich tue so als wenn ich dich über alles liebe, wenn du dies auch tust. In Wirklichkeit aber
überdeckt der andere dadurch nur die oben angedeuteten Schmerzen. Man stellt sich also so dar, dass jeder vom anderen glaubt,
er liebe den anderen. Das ist aber in Wahrheit keine Liebe. Wenn also in Zukunft jemand zu Ihnen sagt: Ich liebe dich, tun Sie
gut daran, erst einmal davon auszugehen, dass er eigentlich sagen wollte: Ich brauche dich, damit du meine lebenslagen Schmerzen
überdeckst. Gilt dies für Sie vielleicht ebenso? Man handelt meist aus Angst. Aber Angst schließt Liebe aus! Aus Angst vor einer
weiteren Enttäuschung machen wir uns etwas vor. Viele Ehepartner machen das ein Leben lang. Man lebt mit einer (Lebens-) Lüge.
Die Angst kann Menschen aneinanderketten und die Liebe für ewig verhindern.
Um diesen Irrsinn nicht zu erkennen, müssen wir uns permanent betäuben. Wie machen wir das? Indem wir uns ein Betäubungsmittel
besorgen. Eine Droge, die uns das Gefühl von Freiheit geben soll. Der Freiheit von eben genannten Schmerzen (nicht geliebt zu
werden, wertlos und einsam zu sein etc.). Und wer oder was ist die perfekte Droge? Natürlich mein Partner, der mir ständig
vorgaukelt, dass er mich liebt. Aber solange ein Partner meine Droge ist, ist eine erfüllte, liebevolle Beziehung unmöglich!
Es ist deshalb nur eine Frage der Zeit, bis sich der Entzug einstellt und das Leid wie die damit in Zusammenhang stehenden
Ängste wieder Oberhand gewinnen. Denn niemand wird und kann diesen Anforderungen auf Dauer gerecht werden.
Ängste sind wie oben schon erwähnt eigenständige Energien, die sich von uns, besser gesagt von unseren Lebensenergien,
unserer Vitalkraft ernähren. Jesus spricht von Besessenheitszuständen. Von Dämonen, die uns gefangen halten.
Wie geht das vor sich?
Erst zwingen sie uns zu verfälschten Wahrnehmungen (z. B. Das ist mein Traummann, ich weiß es genau!), dann zu falschem
Verhalten (Ich muss das doch tun, sonst werde ich nie geliebt werden). Diese (Zwangs-) Verhaltensweisen führen dann zu den
Lebenssituationen unter denen wir leiden. Beobachten Sie doch einmal, was Sie aus Angst, abgelehnt zu werden, schon alles
getan haben. Und? Sind Sie deshalb mehr geliebt worden? Nein! Das Gegenteil ist eingetreten. Genau das führte nämlich dazu,
dass Sie abgelehnt worden sind. Fazit: Alles was wir aus Angst glauben, tun zu müssen, wird uns zum Gegenteil dessen führen,
was wir eigentlich damit erreichen wollten. Jetzt denkt man darüber nach, wie einem das nur immer wieder passieren konnte.
Man grübelt solange über sich selbst nach, bis man an sich und dem Leben verzweifelt. Man beschäftigt sich stundenlang damit,
manchmal sogar Tage, Monate oder Jahre. Danach fühlt man sich leer und ausgelaugt, schwach und unfähig. Das ist der Zustand,
der uns aufzeigt, dass wir unsere Kraft verloren haben. Dann haben die Dämonen/Ängste Ihr Ziel erreicht. Sie haben uns unserer
Lebenskraft beraubt, damit sie am Leben bleiben können. Und zwar indem Sie uns in eine Beschäftigung gezwungen haben über unser
Leiden, unsere Sorgen und Nöte, über unsere Enttäuschungen, die sie wohlgemerkt durch ihr Wirken in uns erst erschaffen haben.
Die Ängste haben uns fest im Griff. Wir sind zum Sklaven unserer Ängste geworden. Sie zwingen uns genauso dazu, eine Beziehung
einzugehen wie auch uns wieder zu trennen.
Dann fragen wir uns, wer daran Schuld ist. Zunächst werden wir die Schuld für dieses Dilemma bei anderen suchen, weil wir
natürlich so lange wie möglich die Bestätigung dafür suchen, dass unser Bild vom Traumpartner aufrecht erhalten bleibt. Wir
wollen uns halt nicht irren und enttäuscht werden. Leider ist dies aber nicht auf Dauer möglich. Deshalb wird der Punkt kommen,
an dem wir uns früher oder später auch von unserem Partner abgelehnt und nicht geliebt fühlen. Wertlos und alleingelassen.
Kennen Sie das? Dann haben wir zum einen Angst beim Partner zu bleiben zum anderen Angst uns von Ihm zu trennen. Das ist pure
Ver-zwei-flung. Dann wissen wir weder ein noch aus.
Die Ängste, die unser Leben zerstört haben, sind also immer noch maßgeblicher Bestandteil unseres Daseins und führen deshalb
früher oder später immer zu einer äußeren oder inneren Trennung von dem Partner, der uns mal als Traumpartner erschien, aber
nichts weiter als unsere Droge war. Das ist die typische "Liebe"-Hass-Beziehung. Man liebt sich nicht, aber man will es nicht
wahrhaben. Dafür hasst man dann sich und den Anderen. Die gemeinsamen Ängste halten beide Partner gefangen und machen sie
voneinander abhängig. Schließlich ist jeder die Droge für den anderen. Deshalb sprechen ja auch viele Menschen davon, dass
sie sich in Ihrer Beziehung wie in einem Gefängnis vorkommen. Genau dort ist die Saat gesät, die dazu führt, dass Menschen
aus Ihrer Beziehung ausbrechen wollen, sich wieder ver-lieben oder fremdgehen. Nur - ohne das sie es merken, beginnt das
ganze Spiel wieder von vorne. Das ist das Beziehungsdrama, welches die Menschen immer wieder erfahren. Wir haben nicht
erkannt, dass uns unsere Ängste zusammengeführt haben und auch wieder getrennt (innerlich oder auch äußerlich).
Wie nun kommen wir da raus?
Nur, indem wir das in unserer Beziehung erkennen und die Bereitschaft und das Risiko aufbringen uns unsere gemeinsamen Ängste
anzuschauen. Wir brauchen "nichts anderes" zu tun, außer unseren Partner und all das, was dann an die Oberfläche kommen mag,
bedingungslos zu akzeptieren.
Wir führen Beziehungen, um bewusst zu werden, genau genommen uns unseres Selbstes bewusst zu werden, sprich: selbstbewusst
zu werden. Erst dann können wir uns diesem Selbst zuwenden und lernen unserem Selbst zu vertrauen. Daraus entsteht dann unser
Selbstvertrauen. "Im Lichte der Bewusstheit lösen sich unsere Ängste auf", sagte Jesus. Vergessen Sie niemals mehr, dass Ihre
Ängste immer dieselben wie die Ihres Partners sind und normalerweise manifestieren wir sie in einer Beziehung auf die oben
beschriebene Weise. Vor allem, wenn wir uns von unserem Partner trennen. Dann haben wir die perfekte Bestätigung dafür,
dass wir ja immer wussten, dass uns keiner liebt, wir immer die Schuld haben und es niemals schaffen werden. Ist das
nicht Wahnsinn?? Und dieses Spiel führt Sie von einer Beziehung in die nächste oder in eine dauerhafte, tote Beziehung
ohne Leben, ohne Liebe, ohne Sinn.
Also wachen Sie auf und schauen Sie hin. Reagieren Sie nie mehr auf Ihre Ängste! Lassen Sie sich zu Nichts zwingen!
Dann werden sich Ihre Ängste auflösen. Und das schafft den Raum, in den die Energie der Liebe fließen kann. Die Liebe
entsteht dann wie von allein. Wie durch in Wunder! Sie brauchen und können dafür nichts tun. Wussten Sie das? Die Liebe
ist ein Wunder! Wenn Sie Ihren Ängsten die Macht entziehen, weil Sie sich nicht mehr mit ihnen und deren Auswirkungen
beschäftigen, wird die Liebe sich von ganz alleine ausbreiten.
Dieses Mysterium zu erfahren ist der eigentliche Sinn einer tiefen, liebevollen Partnerschaft.
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