Glücklichsein ist kein Vergnügen!
Was ist der Unterschied zwischen Glück und Vergnügen? Vergnügen braucht
immer etwas. Ein Objekt, an dem oder mit dem man sich vergnügen kann. Glück
braucht nichts! Glücklich sein ist ein Zustand, der sich selbst genügt.
Sonst sind wir abhängig. Vergnügen ist immer abhängig von einem Objekt der
Begierde. Und das führt früher oder später immer in das Leiden. Denn das
Objekt verspricht immer nur, was es nie hält. Sei es nun die Disco, das
Mega-Event, der geile Film oder die Wahsinnsfrau. Wir können uns toll damit
vergnügen, aber danach hat alles immer einen schalen Beigeschmack. Wir
strengen uns an, machen und tun. Nur alles tun, um des Vergnügens willen,
ausschließlich dazu da, die Befriedung einer Begierde oder eines Verlangens
zu erreichen, führt zuletzt immer in den Zustand von Frustration und
Traurigkeit.
Wie kommen wir da raus?
Das "Nicht-Tun" allein, wie die Taoisten sagen, ist es, was uns befreit und
uns in die Zufriedenheit und das Glück führt. Nicht-Tun ist also der
Schlüssel. Denn alles, was wir tun, tun wir für ein entferntes Ziel, welches
uns die Erfüllung in der Zukunft vorgaukelt.
Nicht-Denken wäre die Lösung, denn jeder Gedanke bringt uns in die nicht
existentielle Vergangenheit oder Zukunft. Das Glück ist jedoch immer nur
hier und jetzt. Das Glück ist zeitlos.
Nicht-Reden, denn in der Stille, im Schweigen ist das Glück verborgen.
Nicht-Persönlich sein, denn Persönlichkeit hält uns in der Maske (Persona =
Maske) gefangen und wir werden uns verteidigen müssen. Was auch immer wir
tun, muss auf die eine oder andere Weise verteidigt werden. Wenn wir etwas
tun, müssen wir (unser Verstand) uns dafür rechtfertigen (und das ist ein
Verteidigungsmechanismus). Wenn wir denken und handeln, müssen wir unsere
Gedanken, Meinungen, Überzeugungen und Handlungen verteidigen und
rechtfertigen. So müssen wir reden, argumentieren, diskutieren und fangen an
zu bewerten und zu beurteilen. Wir sind dann meilenweit vom Zustand der
Glückseeligkeit entfernt. Also, egal, was wir tun, jedes Tun mit dem Ziel,
damit etwas erreichen zu wollen, führt zu Abgrenzung, Kampf und
Verzweiflung. Nur das "Nicht-Tun" führt ins Glück!
Tiefes Glück ist ein
Zustand der Erlösung. Nicht-Reden, Nicht-Denken, sich nicht darstellen,
nicht helfen, nicht warten, nicht verstehen, nicht grübeln, nicht zweifeln.
Das ist alles, was es zu "tun" gilt, wenn wir wirklich glücklich und
erfolgreich leben wollen. Auf einmal geschehen die Dinge ohne unser Dazutun.
Wir pfuschen nicht mehr überall hinein. Wir überlassen die Angelegenheiten
Gott. Und schon funktioniert das Leben! Ein Mysterium! Wenn wir aufhören,
etwas erreichen zu wollen, sind wir angekommen! Wo? Bei uns!
Wer wir sind? Nisargadatta Maharaj sagt: "Ich bin nicht dies, ich bin nicht
das". Ich bin das nicht Identifizierbare. Das formlose unbegrenzte Sein. Ich
bin das Glücklichsein. Verstehst Du das?
Nein! Das kannst Du nicht
verstehen. Das ist ein Witz. Der Verstand will das unverständliche
verstehen!?! Das ist Wahnsinn. Denn dann gibt es keine (Er)-Lösung. Du
kannst nirgendwo ankommen. Denn Du bist angekommen. Du bist, wer Du bist, wo
Du bist, wie Du bist. Keine Chance das zu ändern. Wenn Du das erkennst,
hörst Du auf, irgendwo hin zu wollen, irgendjemand sein zu wollen. Ein
Meister sagte einmal: "Ein halbes Leben lang versuchst Du jemand zu sein,
dann versuchst Du ein halbes Leben lang niemand zu sein, und erst dann bist
Du jemand! Kriegst Du das mit? Wenn nicht, macht nichts!
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